

Besuch des einzigen 7-Sterne-Hotels der Welt am 29.12.2005 beim dritten Aufenthalt in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Der idyllische Schein trügt. Dubai ist zur Zeit die größte Baustelle der Welt. An einem Tag wird so viel Beton verbraucht wie zeitgleich in ganz Europa. Dazu die moderne Sklaverei. Nur wenige Meter von der Stelle entfernt, wo sich die Reichsten der Reichen treffen.
Beim Bau der neuen Marina warteten im Dezember 2005 chinesische Arbeiter seit 10 Monate auf ihren Lohn (ca. 200 € im Monat) und gingen auf die Straße. Sie wurden von einem Gericht heimgeschickt und dürfen vor Ablauf von 3 Jahren nicht mehr wieder kommen. Die "Fremdarbeiter" hausen unter nicht vorstellbaren Verhältnissen. 40 Männer stehen vor der Schicht Schlange vor der einzigen Toilette im Container (Quelle: Khaleej Times).



Erste Ballonfahrt am 28.08.2004 von Heldburg (Thüringen) nach Breitenau (Oberfranken).
Anschließend die obligatorische, aber unvergessene und wunderbar gestaltete Taufe als Ballonfahrer mit Erhebung zum "Freiherrn" mit Pflichten und Rechten.
Als bei der ersten Fahrt mit dem Ballon der Gebrüder Montgolfiére im Jahr 1783 zwei "normale" Bürger sich über den Kopf des Königs Ludwig XVI. erhoben, blieb dem gekrönten Haupt nichts weiter übrig, als diese in den Adelsstand zu erheben, um sich selbst nicht zu erniedrigen. Diese Tradition hat sich bis heute erhalten.
An dieser Stelle dem Piloten Hans F. Schulz und seinem Team von den Würzbuger Ballonfahrern nochmals besten Dank für dieses unbeschreibbare Erlebnis!

Anfangs des Jahres 2004 startete der Landkreis Kronach gemeinsam mit der Sparkasse Kronach-Ludwigsstadt einen Fotowettbewerb für alle interessierten Hobbyfotografen zum Thema "Wiesentäler im Frankenwald". Einsendeschluss war der 21. Juni 2004.
Warum wurde dieses Thema gewählt?
Die Wiesentäler des Frankenwaldes, die wegen ihrer Schönheit und ökologischen Wertigkeit landesweit bekannt sind, gehören zu den wertvollsten Naturvorkommen des Landkreises Kronach.
Aber durch den Rückgang der Landwirtschaft ist eine ausreichende Bewirtschaftung dieser landschaftlichen Schönheiten nicht mehr gewährleistet. Somit ist auch der Bestand der Wiesentäler gefährdet.
Der Fotowettbewerb sollte die Aufmerksamkeit auf diese Umstände lenken und die ökologische Bedeutung dieser wertvollen Naturvorkommen ins Bewusstsein rufen.
Wie wurden die Siegerfotos ausgewählt?
Der Jury,die sich aus Kreistagsmitgliedern sowie einem Mitarbeiter der Sparkasse Kronach-Ludwigsstadt zusammensetzte, wurde es nicht einfach gemacht. Zu viele, teils wunderschöne Landschaftsfotos standen zur Auswahl - und nur 10 durften gewinnen.
Bewertet wurden neben dem fotografischen Können und dem Naturschutzhintergrund auch die geeignete Motivauswahl, der Bildaufbau und natürlich die Intention des Fotografen.
Am Ende standen dann schnließlich 10 Siegerbilder fest.
Zu gewinnen gab es für den 1. Platz: 300 Euro, 2. Platz: 200 Euro, 3. Platz: 100 Euro, 4. bis 10. Platz: je ein Buch.
Bei diesem Fotowettbewerb wurde mein "Werk" von der Jury zum Siegerfoto gekürt. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut. Gleichzeitig bitte ich von staatlicher Seite alles zu tun, um diese einzigartigen Wiesentäler erhalten zu können.
Das Foto entstand im Juni 2004 am Eingang des Tales der Großen Leitsch bei Steinwiesen © Bernhardt Lang


Das Bild zeigt Landrat Oswald Marr, den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, Dr. Klaus-Jürgen Scherr, Vorstandsmitglied Michael Kaim, Jury- und Landkreismitarbeiter sowie die Preisträger. In der Mitte mit dem Scheck Hauptpreisträger Bernhardt Lang. Foto © R. GLISSNIK

Mitte Januar 2004. Aus dem lauwarmen Wasser des Roten Meeres geht es von Sharm el Sheik zuerst durch sandige Wüsten, dann durch bizarre Fersen des Sinai hinauf zum Katharinenkloster. Statt Sonne zunehmend Regen, der schließlich in Schnee übergeht. Ein merkwürdiges und fremdes Gefühl, auch für den erfahrenen ägyptischen Reiseleiter, der in Deutschland studiert hat.
Frischer Schnee vor dem Katharinenkloster. Ein sehr seltener Anblick.
Hier ist die kleinste Diözese der Welt und zugleich das älteste christliche Kloster, inmitten islamischer Gegend. In ihm leben griechisch-orthodoxe Mönche mit ihrem Erzbischof. Die Geschichte des Klosters ist zu lang, um sie hier auch nur in Stichpunkten aufzuführen. Unmittelbar neben dem Turm der christlichen Kirche steht ein muslemisches Minarett. So friedlich nebeneinander, als ob sie eins wären.
In den dicken Mauern des Katharinenklosters: Glockenturm und Minarett.
Im Klosterhof kommen wir zu einer Wurzel der Christenheit, dem Dornbusch, in dem sich Gott zum ersten Mal den Menschen offenbart hat.
Menschen aller Nationen und Religionen kommen zum Dornbusch. Auch meine Frau verweilt dort still.
"Leg deine Schuhe ab; denn der Ort, wo du stehst ist heiliger Boden." (Exodus, 3,5).
Hier sah Moses den brennenden Dornbusch, hier offenbarte sich ihm Gott zum ersten Mal in seiner Macht, die ihm Furcht einflößte:
Gott nennt seinen Namen JAHWE: Ich bin der "Ich-bin-da", d.h. für euch, euer Heil wirkend.
Mit seinen Namen nennt Gott seine Zuverlässigkeit, seine Unverfügbarkeit, seine Ausschließlichkeit (Ich bin ich) und seine Unbegrenztheit. Im Islam dagegen hat Allah 99 Namen.
Der Dornbusch ganz aus der Nähe.
Der Dornbusch ist trotz der Flammen, die aus ihm schlugen, nicht verbrannt. Er ist auch einmalig auf dem Sinai. Es gibt keinen zweiten. Sämtliche Versuche, ihn durch Ableger zu vermehren, sind gescheitert.
Er wurde seit Moses nur einmal versetzt, als die Kapelle um ihn von 3x5 m zu klein geworden war. Seither steht er im Freien.
Der Dornbusch ist über 3200 Jahre alt und lebt weiter - Wurzel und Vorzeichen für die Ewigkeit in einem?

Etwas südlich vom Katharinenkloster ist der 2250 m hohe Mosesberg oder DJEBEL MUSA, der in der Bibel Berg Horeb genannt wird.
Dort hat Moses, der die Israeliten aus der ägyptischen Gefangenschaft befreite und durchs Rote Meer führte, von Gott die zwei Gesetzestafeln mit den Zehn Geboten erhalten.
Für mich sind heute die Zehn Gebote der einzige wirkliche Schutz in meinem Leben.
Ich danke dafür, dass ich dort sein durfte.
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